Wolle

Das abgeschorene Haarkleid des Schafs gehört mit Leinen zu den ältesten Fasern, die Menschen in Europa zur Herstellung von Textilien nutzen.

Spricht man von Wolle, meint man damit häufig Schafwolle. Die Bezeichnung Wolle weist lediglich darauf hin, dass der Artikel aus reiner Wolle ist. Sie sagt nichts über die Qualität der Wolle aus. Je nach Schafsrasse unterscheiden sich Faserlänge und Faserdicke.

Merinoschafe z.B. liefern eine stark gekräuselte feine Wolle mit 2-10 cm Faserlänge, die sehr wenig kratzt.

Eine weitere Qualtitätsstufe der Schafswolle neben der Faserlänge ist die Klassifizierung ist die Gewinnung.

Schurwolle als Beispiel muss vom lebenden, gesunden Schaf stammen.
Während man unter Wolle auch Sterblingswolle und Reißwolle versteht.
Schurwolle ist dreimal so teuer, wie synthetische Fasern, ein nachwachsender Rohstoff und kompostierbar.

Wenn man Wolle trocknet, bleiben die Wollfasern im gestreckten Zustand. Dies funktioniert umso besser, je länger die Wolle in Wasser einweicht und je länger sie Zeit hat zu trocknen.
Genauso kann Wolle beim Bügeln mit Dampf gut geformt werden.

Allgemein ist Wolle aufgrund der welligen Faserstruktur sehr elastisch und knittert wenig.
Sie "wärmt" sehr gut, obwohl der Stoff von sich aus hauptsächlich nur die Wärmestrahlung des Körpers reflektiert. Der Stoff ist wärme- und feuchtigkeitsausgleichend, schmutz- und wasserabstoßend, schwer entflammbar, leicht zu reinigen und antistatisch.

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